Archiv für Juni, 2007

Lasst uns eine Brücke bauen!

Veröffentlicht in Deutschland, Dresden am 25.Juni 2007 von kenzoo

…Wenn es nur so einfach wäre!
Mit dem Geld, was man bereits jetzt investiert hat, könnte man bestimmt 5 Brücken bauen oder zumindest die kommende Brücke vergolden lassen!
Ein neues „Highlight“ in der Entstehungsgeschichte der Waldschlösschenbrücke ist geschaffen: Das Elbtal bleibt weiterhin „gefährdetes Welterbe“.
Die UNESCO blieb somit bei ihrer Auffassung, dass die geplante Brücke (in ihrer Form und Länge) das Elbtal verschandle und übte somit „sanften“ Druck auf die Landesregierung aus. Das die UNESCO aber einen Gegenvorschlag macht, welche Art von Brücke regelkonform wäre für den Erhalt des Weltkulturerbes, dies wäre wohl zu freundlich. Hinzu kommt noch, dass der OB von Dresden angesichts dieses Streits keine Lust mehr hat und nur noch Verlierer in diesem Streit sieht.

Könnte man die Zeit nur zurückdrehen…

Unesco verlangt Nachbesserungen von Dresden@Tagesschau.de

Sie haben Post!

Veröffentlicht in Aus dem Leben, Internet, Spam am 21.Juni 2007 von kenzoo

Meistens sind Spammails einfach nur lästig. Von „v1agra“ bis hin zu „super heißen Frauen“, die mich kennenlernen wollen. Klar könnte man beides kombinieren, aber mal im Ernst: Was soll der Unsinn?
So empfing ich gestern eine Mail, die ich nicht gleich gelöscht, sondern sie mir mal durchgelesen habe. Und ich glaube mit Recht:

„Je mehr die Zeit vergeht, um so gl. Sie wollte nicht fr. Schau meinen Planeten an.
Die Menschen benutzen nur sehr wenig Raum auf der Erde. Du den Pfad der ErlXsung gehen. Er selbst es hundertmal mit Ehrfurcht gesehen hatte.
Am Morgen seiner Abreise brachte er seinen Planeten sch. Aber schwer wXre es fXr mich, sie dir mitzuteilen. Scheinbaren Widerspruch zu Gotamas Worten.
Denn ich kehre auch den Erloschenen. Erhob sich Govinda. Strom der Gestaltungen unter.
Bist nicht auch du. Aber du hast weizenblondes Haar. FXhrmann, ein Sucher nach dem rechten Pfade.
Wenn du einen Freund willst, so z. Wie das Modell. Es ist auch wirklich n.
Ich lernen, mit dem Boot umzugehen. Erhabenen, dem Sakyamuni, brachte. Das ist ein Flugzeug.“

Schauen wir uns diesen Text mal etwas genauer an:

  • Je mehr die Zeit vergeht, um so gl.
  • – Verflucht! Hinter diesem Satz könnte eine Lebensweisheit stecken, die mir den Pfad der Erleuchtung zeigt, hätte er nur das letzte Wort ausgeschrieben und nicht gleich den Punkt gesetzt!

  • Sie wollte nicht fr.
  • – Wer ist sie und was wollte sie nicht?

  • Schau meinen Planeten an.
  • – An dieser Stelle wäre a) ein Bild oder b) ein Name nicht unbedingt unnötig gewesen. (Falls den Planet niemand gekannt hätte, hätte ich ihn gleich umtaufen können. Wann bekommt man mal so eine Chance?)

  • Die Menschen benutzen nur sehr wenig Raum auf der Erde.
  • – Na ja, bei all dem Wasser auch nicht gerade unlogisch. Auch wenn uns der Film „Water World“ eines Besseren belehrt hat.

  • Du den Pfad der ErlXsung gehen.
  • – Hoffentlich denkt er nicht, dass ich den Pfad nur anhand des Textes finden kann?!

  • Er selbst es hundertmal mit Ehrfurcht gesehen hatte.
  • – Diesem Mann muss sehr langweilig sein! Hundertmal hören zu müssen: „Ohhh! Das ist er also. Der Pfad“

  • Am Morgen seiner Abreise brachte er seinen Planeten sch.
  • – ja, was machte er denn nun mit dem Planeten? Ist mit „seinem“ Planet der gemeint, auf dem er sitz/steht/schläft? Dieser Mann ist mir unheimlich!

  • Aber schwer wXre es fXr mich, sie dir mitzuteilen.
  • – Ja, das merke ich so langsam.

  • Scheinbaren Widerspruch zu Gotamas Worten.
  • – Dank Wikipedia weiß ich, dass Gotama (auch Gautama) der Begründer des Buddhismus ist. (Wie die wohl zu Spammails stehen?) Aber was noch wichtiger ist: Was hat er gesagt?

  • Denn ich kehre auch den Erloschenen.
  • – Nun ja, einer muss es ja tun. Auch wenn es etwas eklig ist, wie ich finde.

  • Erhob sich Govinda. Strom der Gestaltungen unter.
  • – Wikipedia zum 2.: Govinda = ist ein spirituelles Gedicht und eine heilige Schrift des Hinduismus. Was auch immer der 2. Satz mir sagen will.

  • Bist nicht auch du.
  • – Wie ich Folgesätze hasse. Verdammt! Was hat es mit dem Strom auf sich?

  • Aber du hast weizenblondes Haar.
  • – Natürlich hab ich das! Nur etwas dunkler…Spätestens jetzt zweifle ich daran, dass dieser Mann mich kennt.

  • FXhrmann, ein Sucher nach dem rechten Pfade.
  • – Solche Aufzeichnungen sind Schuld daran, dass ich den Pfad niemals finden werde!

  • Wenn du einen Freund willst, so z. Wie das Modell. Es ist auch wirklich n.
  • – Schon wieder so ein abgewürgter Satz. Nun habe ich 2 Preisfragen: 1. Was macht das Modell, wenn es einen Freund haben will? Anfangsbuchstabe: z
    2. Welchen Schwierigkeitsgrad (ich nehme mal an, dass er das mit dem Satz sagen wollte) hat diese Aktion. Anfangsbuchstabe ist ein „n“

  • Ich lernen, mit dem Boot umzugehen. Erhabenen, dem Sakyamuni, brachte. Das ist ein Flugzeug.
  • – Wikipedia zum 3.: Anscheinend ist Gotama und Sakyamuni die selbe Person. Na ja ok. Aber: warum lernst du mit dem Boot umzugehen, wenn wir fliegen müssen? Oder war Sakyamuni so stark, dass er aus einem Boot ein Flugzeug machen konnte? Da wäre Jesus aber neidisch gewesen!

    Mindestlohn = Überforderung

    Veröffentlicht in Deutschland, Gesetze, Mindestlohn am 20.Juni 2007 von kenzoo

    So oder so ähnlich habe ich die Debatte über den Mindestlohn erlebt. 5 Stunden lang wurde – auch lautstark – geredet und geredet und was kam schlussendlich dabei heraus? (So gut wie) nix!
    Wäre die große Koalition eine Partnerschaft, würden sie sich mit der Begründung, sie sind zu verschieden, trennen. Aber da sie sich der Sache gewachsen fühlen und ganz Deutschland auf sie schaut, kommen sie da nicht so leicht wieder raus.
    Die SPD ist für einen Mindestlohn. Die CDU/CSU dagegen. Beide mit dem Argument, dass ihre Strategie Arbeit erhalte/schaffe.

    Doch was kam jetzt genau bei der Debatte heraus?

  • Es gibt keinen Mindestlohn, die Tarifparteien (sofern es welche gibt), sollen selbst festlegen, für welche Konditionen sie arbeiten gehen/lassen. Sollte es dabei keine Einigung geben, so entscheidet der Staat
  • Das Entsendegesetz wurde ausgedehnt, da es eben keinen Mindestlohn gibt
  • Für die, die außerhalb des Rahmens des Entsendegesetzes liegen, für die trifft das Arbeitsbedingungsgesetz zu
  • Also viel Ausweichvarianten, die im Endeffekt wahrscheinlich mehr Bürokratie und Aufwand mit sich bringen, als der Mindestlohn es tun würde.

    In der Tagesschau wurde der Vizekanzler Franz Müntefering gefragt, wo die Regierung denn stehe, wenn man das Abkommen über den Mindestlohn noch nicht einmal als Kompromiss(!) sehe.
    Nun, er halte voerst an der Koalition fest und er sagte weiterhin, dass sie (die SPD) die ersten 50% geholt hätten (siehe Entsendegesetz und Arbeitsbedingungsgesetz) und das sie nur noch die anderen 50% bräuchten.

    Moment!
    Ein Kompromiss wäre es doch, wenn beide Parteien 50% ihrer Forderungen/Absichten durchgesetzt haben. Die SPD will aber 100%.
    Anscheinend ist der Begriff Kompromiss sehr dehnbar.

    Somit bleibt uns das Thema Mindestlohn noch erhalten und sowohl SPD, als auch CDU/CSU sagten, sie wollen das zum Thema für 2009 machen. Und was ist 2009? Richtig, die Bundestagswahl!

    Sieht das noch nach Koalition aus?